Manche Sachen gibt es nur in Filmen!

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Du musst mal darauf achten. Immer, wenn in einem Film ein Schauspieler oder eine Schauspielerin durch ein Mikro spricht, z. B. in der Aula oder bei einem Firmenfest, einem Rockkonzert oder im Supermarkt, gibt es zuerst ein kurzes Feedback, danach haut der Schauspieler mit der Hand auf das Mikro. Erst jetzt hat er/sie die gesamte Aufmerksamkeit. Schrecklich. Jedes Mal rege ich mich auf. Das passiert in der Wirklichkeit selten bis nie. Woran soll das liegen? An der schlechten Anlage? An der Unerfahrenheit des Sprechenden? Ich kann das nicht verstehen. Dass ein Regisseur für diese unnützen Sekunden Geld ausgibt und Filmmaterial verpulvert. Unfassbar.

Genauso schlimm sind diese Frühstücksszenen in Filmen, in denen den Schauspielern die Froot-Loops oder Ähnliches auf den Boden knallen. Die ganze Küche ist dann eingesaut, kleine Kinder krabbeln umher und sammeln die bunten Kringel wieder ein. Papa tröstet Mama und fasst ihr in den Morgenmantel. Tolle Familienwelt. Mir ist ja schon mal ein Brötchen vom Teller gerutscht oder ein Messer, aber die ganze Tüte Kellogs?

Aber am allerschlimmsten finde ich diese Badewannenszenen, in denen hunderte Kerzen, Schwimmkerzen und Rosenblätter das Bad schmücken. Massig Schaum umhüllt den Badenden. Eiskalter Schampus perlt und klassische Musik untermalt das Geplätscher. Als wäre immer Sonntag. Was für ein Aufwand, um sich zu waschen. Sogar Alleinstehende baden nur so. Da freut man sich doch, wenn durch den Abfluss ein schleimiges Viech zuschlägt.

Ich bleibe da lieber beim asiatischen Film, wo Männer über Bäume laufen oder Monster noch aus Gummi sind. Das kann ich mir wenigstens vorstellen.

Dies ist ein Gastbeitrag von Zloty Vazquez von Jahrgangsgeräusche.



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