Ein Kommentar:

  • Jo schreibt am 19. April 2011 um 11:55

    Und in amerikanischen Filmen gibt es nur zwei Sorten von Regen: Gut und Böse. (Wie sollte es anders sein.) Beide setzen immer plötzlich ein und erwischen die handelnden Figuren völlig unerwartet. Bösen Regen erkennt man an daran, dass er stets von Blitz und Donner begleitet wird. Um Zeit zu sparen wird hierbei auch auf die in der Realität durchaus nicht unübliche Verzögerung zwischen Blitz und Donner verzichtet. Guter Regen hingegen, also die Sorte, durch die Verliebte laufen, um zu zeigen, dass dem Frühlingsfühlenden nichts, aber auch gar nichts etwas anhaben kann, love conquers all usw., guter Regen also findet immer ohne Verdunkelung des Himmels statt, Wolken sind einfach mal überbewertet. Die Protagonisten hüpfen durch strahlenden Sonnenschein, in den wie zufällig auch noch ein paar Tropfen hinein sprühen, die dann sterntalergleich blitzen und funkeln. In beiden Fällen fährt die Kamera gerne mal nach oben, um uns durchtränkte Scheitel und wahlweise unglücklich-anklagend oder euphorisch-dankbar gen Himmel gerichtete Gesichter zu zeigen.

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