Metalfans in Botswana

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Dead Demon Rider

Die Vice hat ne hübsche Fotoserie von Frank Marshall, der in Botswana schwarze Metalfans ablichtete. Das Skurrile, die sehen aus wie eine Mischung aus Rob Halfords und Motörhead auf dem Cover zu Ace of Spades. Außerdem geben sie sich seltsame Namen wie Dead Demon Rider. Kurz also: die coolsten Säue, die Du heute sehen wirst.

[via @fasel]



    10 Kommentare:

  • Metalfan schreibt am 25. April 2011 um 12:31

    Warum erwähnst Du die Hautfarbe?

  • Metalfan schreibt am 25. April 2011 um 12:33

    Darf / Kann man in Deinen Augen nur als Weißer Metall gut finden?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 25. April 2011 um 14:19

    @Metalfan, da es in der Serie ausschließlich um schwarze Metalfans geht. Lies einfach den Text bei der Vice.

    Erklär mal bitte, wie Du darauf kommst, dass mensch “in meinen Augen” nur als Weißer Metal gut finden “darf/kann”.

  • Chaosmacherin schreibt am 25. April 2011 um 15:05

    Ja voll der Rassist der Daniel… Wie kannst du nur? Oo

  • Metalfan schreibt am 25. April 2011 um 15:13

    Falsch – die Reportage dreht sich um botswanische Metalfans. Es ist einfach überflüssig zu betonen, das die gezeigten Menschen schwarz sind. Andernfalls muss man sich überlegen, warum der Autor diese Information mit in dem ohnehin sehr kurzen Text reingibt (zumal diese Tatsache auch aus dem Foto hervorgeht). So hat das ganze einen leichten Völkerschau-Touch ala “Hui, schaut mal, schwarze Metalfans, das ist ja doppelt exotisch”.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 25. April 2011 um 15:21

    @Metalfan Ich zitiere einfach nur ein paar Sätze der Reportage: “Love it or hate it, when most people think of metal, they think of white dudes.” Später “in the predominantly black, central African country of Botswana” und “Yes, there’s an obvious novelty in seeing a black African guy […]”. Ja, es geht tatsächlich um die Botswana Metalszene im Allgemeinen (das ausschließlich nehme ich daher zurück), aber vor allem auch darum, dass diese hauptsächlich schwarz ist.

    Später wird sogar konkret auf diese Beobachtung eingegangen:
    “The reason we have a majority black scene here isn’t because of racism: everyone comes, whites and blacks, provided the gig is in a safe and secure place. I think it’s mostly black guys who turn up because we want to give each other support.”

    Kurz, da die Hautfarbe ein zentraler Punkt für den Autoren Keith Kahn-Harris war, habe ich dieses Merkmal auch in meinem Linkhinweis erwähnt.

    Und Danke dass Du meine Frage beantwortet hast. Oh, hast Du nicht? Naja… ‘nough said…

  • Metalfan schreibt am 25. April 2011 um 16:28

    Zu Deiner Frage: Weil sich der Artikel genauso liest. Eben so, als ob es etwas Exotisches wäre, wenn man als Schwarze_r Metal mag und alberne Klamotten trägt. Wenn weiße Menschen hingegen Reggae hören und mit Rastas herumlaufen, findet man das ganz normal. Warum eigentlich?
    Und der Völkerschauvergleich drängt sich schon daher auf, da es mal wieder um Musik geht. Frei nach dem Motto “Tanzen und Trommeln, das können die Schwarzen, das haben die im Blut” (vgl. http://www.geo.de/GEO/mensch/54130.html?t=img&p=2). Eine Fotoreportage über schwarze Banker_innen würde sicherlich nicht so gut ankommen, wie diese Vice-Fotostrecke.

    PS: Mir geht es auch nicht darum, hier irgendwenn als Rassist_in zu bezeichnen, sondern aufzuzeigen, dass wir in dieser Gesellschaft alle mehr oder weniger ethnozentristsch sozialisiert wurden und daher ab und zu etwas mehr Reflektion wünschenswert wäre.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 25. April 2011 um 16:39

    Also erstmal würde ich das ungern als Artikel bezeichnen. Es ist ein Linktipp und der hat drei Sätze. Kein Artikel und auch kein Kommentar. Und ich finde es immernoch erstaunlich, dass Du daraus lesen kannst, dass mensch “in meinen Augen” nur als Weißer Metal gut finden “darf/kann”. Aber eben weil sich das genau so liest.

    Ansonsten musst Du zugeben, dass Du in meine drei Sätze sehr viel reininterpretierst. Ich betreibe also eine “Völkerschau”, weil “es mal wieder um Musik geht”?!
    Das Zitat hinkt da ja total, gerade weil es in dem Artikel darum geht, dass Metal eine hauptsächlich weiße Historie hat.

    Ich gebe zu, dass ich die Serie durchaus wegen der Skurrilität verlinke (Übrigens eine der Sachen, die da tatsächlich im Text stehen). Aber ganz im Ernst mach mir eine Fotoserie über weiße Reggaeheads, ich bringe sie auf jeden Fall hier.
    Oder noch konkreter: wäre die Fotoserie über weiße US-Amerikaner die sich wie futuristische Leder-Cowboys kleiden, ich hätte sie auch gebracht. So gesehen hast Du recht, ich hätte die Hautfarbe nicht erwähnen müssen. Warum ich das tat habe ich ja vorher schon erklärt.

  • Rooby schreibt am 25. April 2011 um 17:39

    Ich versteh diese von Metalfan ausgelöste Diskussion nicht. Man zeigt doch am liebsten mit den Dingen auf andere, die man bei sich selbst nicht mag. Wer also andere wegen sowas in eine rassistische Ecke stellt, der steht schon selbst da, denn sonst würden solche Gedanken gar nicht kommen.
    Sorry, aber mir kam dabei nicht als ersts Rassismus in den Kopf. Würde mir auch nicht bei blonden Menschen, behinderten Menschen, Brille tragenden Menschen oder tauben Menschen einfallen. Das sind einfach Merkmale, die man völlig wertfrei wahrnehmen kann und sollte. Genauso eben wie eine dunklere Hautfarbe. Und ja – es gibt nun mal Dinge, die in die einzelnen Kulturen gehören und deswegen oft zu finden sind, genauso wie man bestimmte Dinge da eher nicht findet. Ein Deutscher, der ausschließlich in typisch afrikanischer Stammeskleidung rumlaufen würde, den würde man auch exotisch finden. So ist das nun mal – wenn Kulturen sich mischen, kommt spannendes dabei raus. Und das darf man bemerken. Denn wir haben alle unsere Merkmale und die hervorzustellen kann auch Wertschätzung sein, nicht nur Verachtung. Aber soweit denken manche wohl einfach nicht mehr. Schade.. :-/

  • Metalfan schreibt am 25. April 2011 um 20:16

    @Rooby: Google doch einfach mal “positiver Rassismus” und “Kulturalismus”. Oder lies das Buch “Deutschland Schwarz Weiß” von Noah Sow. Viel Erfolg beim Nachdenken!

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