Art Spiegelman Dokumentation auf arte+7

-

Es gibt einige Künstler, die durch ihr Schaffen einem die Augen öffnen. Für Musik waren das bei mir die Neubauten, die mir durch den Einsatz von Metall, sonstigen Nichtinstrumenten, Dissonanz und eigenen Strukturen zeigten, dass Musik keine Regeln braucht. Im Film war es noch vor Kubrick oder Jodorowski, die ich erst später entdeckte, David Lynch. Ich weiß noch wie ich bei Lost Highway aus dem Kino kam und nur “WTF” dachte – außer dass ich damals wohl eher “Was zum Teufel” sagte oder so…
Und im Comic bereich war es Art Spiegelman. Es gab nichts Bewegenderes und Schockierenderes für mich als seine Maus-Comics. Der Holocaust als individuelles Schicksal dargestellt als Fabel in Comic Form. Die anfängliche Skepsis, ob man ein solches Thema in dieser Form behandeln darf, verfliegt schnell. Spiegelman selbst zu seiner gewählten Darstellungsform:

“Ich muss die Ereignisse und die Erinnerung des Holocaust zeigen, ohne sie zu zeigen. Ich will die Maskierung dieser Ereignisse in ihrer Darstellung zeigen.”

Sollte jeder mal gelesen haben. Zu Recht erhielt Spiegelman für sein Werk den Pulitzer Preis, als bisher einziger Comic-Autor.
Auf arte+7 gibt es für eine Woche die Dokumentation “Art Spiegelman – Comic-Zeichner” zu sehen:

(via @creohn)



Dein Kommentar:

Kommentarfeed zu diesem Artikel via RSS abonnieren.

Hinweis: Kommentare werden moderiert. Sie können auch ohne Angaben von Gründen gelöscht werden. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht! Weitere Infos zum Datenschutz