Warum wir Feminismus brauchen

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Wer braucht Feminismus?

Ihr wisst, dass ich gerne von Blasenleben rede. Jeder Mensch hat seinen kleinen eigenen soziokulturellen Bereich in dem er sich bewegt. Das versperrt vielen den Blick auf das Ganze. Und gerade beim Thema Feminismus muss ich immer wieder beobachten, dass Leute schnell angenervt sind. Vielleicht wegen “Preaching To The Converted” oder weil sie der Meinung sind, dass Feminismus heute nicht mehr nötig wäre. Ist er aber doch noch.
Finden auch die StudentInnen der Duke University, weshalb sie eine Facebookgruppe starteten auf der sie Leute ermutigen über Feminismus zu reden.
Besonders gefällt mir dort aber die Galerie auf denen Du Leute findest die erklären warum Feminismus für sie wichtig ist. Hier einige meiner Favoriten:

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Und weshalb brauchst Du Feminismus?

(via biotv)



    11 Kommentare:

  • Hawkee schreibt am 13. April 2012 um 19:30

    Ich bin kein Sexist, und durchaus für die Gleichstellung von Männern und Frauen, aber wenn FeministInnen kritisieren, dass Frauensport weniger Bedeutung beigemessen wird, als Männersport, dann krieg ich zu viel. Damit wird nämlich jedem Männersportgucker implizit unterstellt, ein Sexist zu sein. Jedoch wage ich, zu behaupten, dass das Sportprogramm der Sender sich an den Zuschauern orientiert, und da Sport nunmal eine Männerdomäne ist, wer will einem Mann vorwerfen, Männersport zu schauen? Ich erlaube mir, mit Fug und Recht zu sagen, dass ich es spannender finde, Männerfußball, als Frauenfußball zu gucken.
    Des Weiteren lassen sich, denke ich mal, recht wenige Frauen im Verhältnis zum Männeranteil für Sport begeistern. Und da die TV-Sender den Regeln des Marktes unterworfen sind, würde es sich nicht rentieren, Frauensport zu senden, wenn es von den Frauen nicht abgenommen würde, wodurch sich auch die Differenzen in den Löhnen für männliche und weibliche SportlerInnen erklärt. EinE TagesthemenmoderatorIn wird sicher auch mehr verdienen, als der/die ModeratorIn vom Frühstücksfernsehen.
    In diesem Sinne appeliere ich an FeministInnen, sachlich zu diskutieren und nicht einen Angriff auf Frauenrechte hinter einem Sachverhalt zu vermuten, dessen Ursachen einfach nur in marktwirtschaftlichen und gewissermaßen auch demokratischen Zusammenhängen liegt :)

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 14. April 2012 um 10:53

    @Hawkee Dann fang an mit dem sachlich diskutieren. Bist Du wirklich der Meinung, dass es eine marktwirtschaftliche Frage ist? (Das mit der Demokratie ist in diesem Sinne übrigens großer Bullshit!) Dein Post stellt so viele Fragen auf, die jeder hinterfragen müsste. Dass Du das versuchst mit der alten These “Die Nachfrage bestimmt den Markt” zu erklären versuchst macht es Dir sehr einfach.

    Du musst Dich nur mal fragen, wie oft Du, um bei Deinem Beispiel zu bleiben, mit Frauenfußball in Berührung kamst. Ich wette, vielleicht mal zur WM weil die Mannschaft gut ist. Ist das Bild spannender, weil es Deine Meinung ist, oder weil es die allgemein verbreitete Meinung ist. Gerade die WM hat damals gezeigt, dass mitfiebern ganz ab von verschiedenen Techniken und Geschwindigkeiten geht. Brauchte nur massenkompatible Sendeplätze und ein bisschen Nationalstolz.

    In diesem Sinne appeliere ich an Dich, verknappte Formulierungen abstrahieren zu können um zu erkennen was damit gemeint ist. :)

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 14. April 2012 um 11:58

    Einmal schreiben, dass Feminismus wichtig ist. Dafür den verficktesten Trollscheiß bekommen ever. Das zeigt warum wir Feminismus brauchen! Danke Pissflaschensammler, Du kannst gerne versuchen das sachlich zu formulieren, vielleicht wird es dann nicht gelöscht. Oder Du gehst auf hatr.org und likest den Bullshit der Deinem Gedankengut gleich kommt.

    Beantworte mir eine Frage, was denkst Du, warum Deine zwei Kommentare gelöscht wurden?

  • Pissflaschensammler schreibt am 14. April 2012 um 14:48

    Weil ich dein Blaseleben zum Platzen gebracht habe X-DDDD

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 14. April 2012 um 14:54

    Da muss ich Dich leider enttäuschen. Aber die Antwort war irgendwie zu erwarten. Tob Dich aus!

  • #3 schreibt am 16. April 2012 um 14:30

    hi hawkee, so falsch ist die erkenntnis, dass sexismus mit marktwirtschaftlichen und demokratischen zusammenhängen zu tun hat. aber eben darum sind wir ja auch nicht dafür, sondern dagegen. gegen frauendiskriminierung, heterosexismus und gegen statt und kapital. so einfach.

  • #3 schreibt am 16. April 2012 um 15:03

    haha, da fehlt ein ‘nicht’! die erkenntnis ist NICHT falsch. und eben darum sind deine schlüsse die falschen. so.

  • Anne schreibt am 17. April 2012 um 15:26

    Weil Feminismus immer noch negativ verstanden wird, selbst von Menschen, die eigentlich die feministischen Ideen teilen.

  • Hawkee schreibt am 17. April 2012 um 17:09

    @ #3 “hi hawkee, so falsch ist die erkenntnis, dass sexismus mit marktwirtschaftlichen und demokratischen zusammenhängen(…)”
    moooment, da muss ich wohl was richtigstellen. Ich habe nichts zu dem Thema gesagt, ob Sexismus etwas mit marktwirtschaftlichen oder demokratischen Zusammenhängen zu tun hat. Ich habe mich konkret auf eines dieser Bilder bezogen, auf dem eine Athletin geschrieben hat, dass die Gesellschaft Frauensport nicht so anerkennt, wie Männersport! (“I am an athlete. I need feminism because society doesn´t value women´s athletics the way it does men´s”) Bezogen auf eben diese Äußerung sind Ausführungen (s.o.) zu verstehen.

  • Christian schreibt am 25. Oktober 2012 um 12:33

    Hawkee, ich verstehe Deinen Punkt bezüglich des Sports. Beim Sport schauen, kommt es mir darauf an, den schnellsten, den ansehnlichsten, den höchsten, den weitesten zu sehen. Dies sind in aller Regel Männer – die natürlichen Gegebenheiten sind so. Deshalb schaue ich auch keinen Frauenfussball, da der auf dem Niveau der vierten Liga der Männer ist – die ich nämlich auch nicht schaue. Da zu einem gewöhnlichen Frauenbundesligaspiel dazu auch nur 500 Leute kommen, verdienen die Frauen eben entsprechend. Niemand hält Leute davon ab, zu so einem Spiel zu gehen, es sind nicht mehr und wurden es auch nicht nach der Frauenfussball-WM. Es sind halt nicht mehr. In der rhythmischen Sportgymnastik (um jetzt mal ein plattes Beispiel zu nennen, man könnte z.B. auch Eiskunstlauf nehmen) ist es umgegekehrt. Da wollen mehr Leute Frauen sehen und sind auch bereit dafür zu bezahlen. Ergo verdienen Frauen dort mehr. Ich habe noch nie gehört, dass sich die entsprechenden Männer darüber beschweren. Anderes Beispiel Biathlon. Da sieht man den Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Ausübung des Sports nicht so eklatant wie beim Fussbal, ergo ist auch das Publikumsinteresse da und Frauen verdienen ähnlich wie Männer, im Zweifel sogar mehr (siehe Magdalena Neuner) Auch dort ist mir nicht bekannt, dass sich ihre männlichen Kollegen beschweren. Profisport ist Entertainment. Und da geht es knallhart darum, was man damit verdienen kann (als Veranstalter/Sponsor) und dementsprechend wird dann halt bezahlt. Genauso könnte sich Gisbert zu Knyphausen (den ich z.B. schätze) beschweren, dass er weniger Geld bekommt, als die Spice Girls oder Madonna, aber die generieren nun einmal mehr Einnahmen. (Von Models will ich gar nicht erst anfangen.) Und von staatlicher Seite gibt es eben keine Benachteiligung von Frauen im Sport, denn ich wüsste nicht, dass die Prämie für weibliche Medaillengewinner bei Olympia anders wäre, als für männliche. Oder die Sportförderung.(Zumindest in D)

  • TochterEgalias schreibt am 25. Oktober 2012 um 15:22

    Ich brauche Feminismus, weil Sexismus leider noch immer in der Gesellschaft so tief verwurzelt ist, dass die meisten Menschen ihn gar nicht bemerken, sondern meinen “Ist halt so”, “Frauen sind eben anders als Männer. Warum ist das ein Problem?”.

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