Jugendliche und ihr Coming Out

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Von YouTube:

“Etwa jeder fünfte bis zehnte Jugendliche ist lesbisch oder schwul. Das Coming-Out erfahren viele Jugendliche als langes Versteckspiel. Die jüngste verfügbare Studie attestiert den Zwölf- bis 25-Jährigen homosexuellen Jugendlichen ein vier- bis siebenfach erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zu ihren heterosexuellen Altersgenossen. Die Lehrergewerkschaft GEW sagt, dass “schwul” oder “Schwuchtel” heute die häufigsten Schimpfwörter auf dem Schulhof sind. Der Film von Sabrina Dittus begleitet Sinan, Franky und Marcus auf ihrem schweren Weg zum Coming-out.”



    2 Kommentare:

  • Oliver Stöber via Facebook schreibt am 8. Mai 2012 um 11:04

    schmimpfwörter?! whalla.

  • Emanon schreibt am 8. Mai 2012 um 13:17

    Meines Erachtens ist es nicht die Homosexualität im Speziellen, die ein Problem bei anderen erzeugt, sondern die Unaufgeklärtheit und nicht gerade kosmopolitische Gesellschaftsentwicklung in vielen Orten, die dazu führt, dass “Andersartigkeit” nicht toleriert wird. Es hat sicher seinen Grund, dass viele Schwule und Lesben das Gefühl haben in der Mitte von Großstädten weltweit am natürlichsten leben zu können.

    Das ist aber nicht nur bei Homosexualität so, sondern auch bei religiöser, ethnischer oder sonst wie gearteten “Andersartigkeit”.

    Von daher habe ich manchmal das Gefühl, dass es nicht sehr viel weiter hilft, den Leuten mit speziellen Programmen einmal etwas über Homosexualität, dann über ethnische Vielfalt und dann über religiöse Toleranz beizubringen (wobei die sehr wichtig und besser als nichts sind), sondern man generell den Horizont, den zwischenmenschlichen Austausch und die Bildung der Menschen langfristig und nachhaltig erweitern müsste.

    Fraglich ist allerdings, wie wahrscheinlich das ist, wenn weltweit “im Westen” gespart wird und weder in Bildung, noch in Sozialstaat investiert wird. Das hat zur Folge, dass auch der interkulturelle Aufbruch darunter leidet und die Leute sich einhegen. Und Einhegungen sind schon vom Wortlaut her der Grund für die Abgrenzung vom Ungeheuerlichen, vom Ungeheuer, vom “Anderen”.

    (Dazu sehr interessant ein Vortrag des Monsterologen Matthias Burchardt im SWR2: http://goo.gl/vJLkJ )

    Man kann hier noch so viele CSDs abhalten oder den Kindern von Toleranz erzählen. Wenn hier Sozialstaat und Bildungsniveau den Bach runtergehen, werden sich “die Anderen” immer als Feinde gesucht.

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