No Homophobes – Der Twitter-Spiegel der Homophobie

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No Homophobes ist eine Webseite der University of Alberta die homophobe Phrasen und Wörter auf Twitter auszählt. Da kommt, wie Du Dir denken kannst, einiges zusammen. Dennoch mag ich zu bedenken geben dass in seltenen Fällen das Auftreten eines dieser Wörter nicht zwingend einen homophoben Kontext voraussetzt. So ist insbesondere auch “Dyke” nicht eindeutig besetzt und kann auch einen geologischen und mythologischen Zusammenhang haben. Auch – bitte korrigiert mich, wenn ich mich da irre – ist das Wort mittlerweile teilweise als “neutrale” Selbstbezeichnung annektiert wurden. Aber das wissen die Macher selbst und schreiben: “Homophobic language isn’t always meant to be hurtful, but how often do we use it without thinking?”

Die Macher selbst bezeichnen die Website als “Social Mirror”, passt perfekt. Und zeigt mal wieder wie abgefuckt das doch alles ist. Denn das die paar Ausnahmen die ich oben erwähnte eben genau diese sind und die Leute nicht in der Regel über die tolle Musik von Van Dyke Parks twittern dürfte jedem klar sein, der kurz auf die zusammengetragenen Tweets schaut.

“This website is designed as a social mirror to show the prevalence of casual homophobia in our society. Words and phrases like ‘faggot’, ‘dyke’, ‘no homo’, and ‘so gay’ are used casually in everyday language, despite promoting the continued alienation, isolation and — in some tragic cases — suicide of sexual and gender minority (LGBTQ) youth.

We no longer tolerate racist language, we’re getting better at dealing with sexist language, but sadly we’re still not actively addressing homophobic and transphobic language in our society.”

No Homophobes Screenshot

(via ronny)



    25 Kommentare:

  • Emanon schreibt am 27. September 2012 um 16:30

    Wobei ich glaube, dass sich auch faggot verselbstständigt hat, was an dem Ausspruch “There is nothing wrong with being gay, you faggot!” verdeutlicht werden kann. Die meisten meine schwulen Freunde würden diesen Satz so unterschreiben, da “faggot” ihrer Meinung nach genauso so sehen ist, wie es in der legendären South Park Folge beschrieben ist.

    Das Problem ist aber natürlich, dass es einige homophobe gibt, die gezielt die Unschuld von Wörtern konstruieren, damit sie sie benutzen dürfen. Das sieht man zum Beispiel daran, dass es viele Menschen gibt, die sich einfach das Wort “Neger” nicht abgewöhnen wollen und erklären, dass es früher ganz normal gewesen wäre, oder dass es doch einfach nur “schwarz” hieße.

    Beides zusammen zeigt aber, wie schwierig es ist so etwas anhand der Worte zu messen, wenn sie nicht klar einer Gruppenterminologie entspringen. Wörter springen immer hin und her. “Antisemitisch” war zuerst auch ein nationalsozialistischer Kampfbegriff, dem man nacheiferte und wurde nur von Nazis benutzt. Heute wird das Wort nur noch von seinen Gegnern benutzt, während sich Nazis davor sträuben, das Wort verklären und andere Wörter suchen.

    Ich finde, man sollte immer den Kontext des Wortes betrachten und den Sprecher dazu analysieren. Das hat auch Viktor Klemperer in LTI gezeigt. Das Wort für sich gibt keinen Aufschluss.

  • Sandrine Joyeuse via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 16:51

    Wäre auch interessant, Wörter wie “behindert”, “Spast”, “Mongo” etc. zu zählen…

  • Christian Friedemann via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 17:09

    In einer Sprache wird es IMMER Schimpfworte geben. Und wenn man nicht mehr Neger sagt (ja warum nu eigentlich nicht?) gibt es andere Worte um sich abfällig über diese Gruppe zu äußern. Gibt es ähnliche Untersuchungen auch über Begriffe, die in der Migranten Community für Deutsche verwendet werden? Darf man das Wort Kartoffel jetzt auch nicht mehr benutzen? Und wenn ich (in der Hitze des Gefechts natürlich) auch mal die Wortgruppe “schwule Scheisse” benutze, dann denke ich dabei mit Sicherheit nicht daran irgendwelche Homosexuellen zu beleidigen, sondern erfreue mich im Nachhinein an der schönen Scheissalliteration. Zu welchen Exzessen diese Ächtung sieht man doch sehr schön in den USA, wo “Fuck” aus dem gesendeten Sprachgebrauch nahezu komplett ausgepiepst wird, im normalen Leben aber dennoch von jedem benutzt wird.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 17:19

    Christian Friedemann Welche Minderheit greifst Du denn mit Schimpfwörtertn wie Scheiße und Fuck an? Es geht doch gar nicht darum Profanität und Schimpfwörter zu verbannen. Nichts verstanden!

    Und Du erfreust Dich ernsthaft an der “schönen Scheissalliteration”? Glaubst Du Dir das selbst?

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 17:24

    Christian Friedemann Bzgl. Deiner anderen Frage. Hab’s für Dich ergoogelt: http://de.wikipedia.org/wiki/Neger – Wobei selbst ohne googlen klar sein sollte warum nicht. Weil es vom beschreibenden Begriff zum wertenden wurde. Es ist verfickt nochmal rassistische Sprache! Wenn Du das selbe Vokabular verwenden willst wie rechtsextreme ist das hier bestimmt nicht die richtige Page für Dich!

  • Mika Mikaze via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 17:35

    Christian Friedemann – nur weil du rassistische & homophobe begriffe benutzt und meinst, dich billig aus der verantwortung zu stehlen mit “ich meine das ja nicht so”, heisst es nicht, dass es deswegen ok ist, diese begriffe zu benutzen. von einem menschen mit halbwegs grips kann man soviel taktgefühl und sensibilität erwarten, denke ich. entscheidend sind immer die menschen, die sich durch den gebrauch dieser wörter beleidigt und herabgesetzt fühlen; sprich: die anderen sind der maßstab, nicht DU.

  • Christian Friedemann via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 17:52

    Nochmal. Man kann JEDEN Begriff rassistisch belegen. Wenn es nicht Neger ist, dann ist es in 5 Jahren Schwarzer. Wenn man das nicht mehr sagen darf, dann ist es Afro. Wenn man das… Und so geht es immer weiter. Nur weil Nazis irgendwelche Begriffe benutzen, heisst das, ich darf sie auch nicht mehr benutzen? Lasst ihr Euch von Nazis auch (indirekt) vorschreiben, was ihr im Fernsehen noch sehen dürft und welche Musik ihr gut findet? Über die Sache mit der Kartoffel seid ihr auch nonchalant hinweggangen.

  • Mika Mikaze via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:01

    nichts für ungut, aber werd nicht albern. über meine sache mit dem maßstab bist du auch hinweggegangen, und das hatte mehr diskussionspotenzial als deine polemische äußerung mit der kartoffel. ich nehme mal an, du hast schlicht nicht verstanden, was ich gemeint habe.

  • Mika Mikaze via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:03

    wie einhorn schon gesagt hat, jeder muss für sich wissen, ob er begriffe benutzen will, die der rechte mob oder der ignorante mainstream benutzt oder nicht. stichwort takt/sensibilität. ende gelände.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:11

    Christian Friedemann Anders: Es liegt nicht in Deiner kleinen Entscheidungswelt zu entscheiden was rassistisch ist oder nicht. Dafür braucht man nur ein ganz klein wenig Empathie. Dass Du unabsichtlich rassistisch, sexistisch, homophob etc. sein kannst, keine Frage. Und auch in der Hitze des Gefechtes kann einem viel Scheiß entfläuchen, aber sicherlich keiner der als rhetorische Figur zu rechtfertigen wäre.

    Was ich mich Frage ist ja: Wozu brauchst Du überhaupt einen rassistischen oder negativen Begriff für POC?!

    Und was willst Du mit Deinem dämlichen Kartoffel-Beispiel? Sagen, dass Minderheiten Majoritäten deskriminieren? Woah, voll die geile Taktik! Oder Dich beklagen, dass Du nicht mehr weißt wie Du Erdäpfel nennen sollst, weil Kartoffel nicht pc wäre?! Ich weiß, das kommt Dir sehr pfiffig vor, das dadurch zu belegen, dass es in der Sprache mehrmals Semantikverschiebungen gab und das so zu drehen als würden Leute die auf Ihre Sprache achten indirekt sich von Nazis was vorschreiben lassen. Sorry, ist es aber gar nicht.

    Und auch für Dich nochmal: Wenn Du diskriminierende Sprache verwenden willst ist das wohl die falsche Seite für Dich!

  • Julia Schmidt via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:13

    Nicht du definierst durch welche Begriffe sich Menschen herabgesetzt oder diskriminiert fühlen. Dies steht einzig und allein den Menschen zu, die sich durch Begriffe angegriffen fühlen. Und ja, sicherlich gibt es Begriffe bei denen man dies diskutieren kann (deine liebe Kartoffel z.B.) – allerdings gibt es nun einmal Begriffe die eindeutig diskriminierend sind. Und nur weil du hierfür kein Gespür hast und dich lieber aufführst wie ein Vollidiot und Menschen scheinbar gerne auf Grund ihrer Herkunft, ihres Äußeren oder ihrer sexuellen Orientierung beleidigst und dich anschließend auch noch darüber freust, kannst du dies gerne woanders tun. Geh spielen und woanders trollen.

  • Christian Friedemann via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:35

    Es ist in der Tat interessant – siehe Artikel hier vor einigen Tagen – was nötig ist, um gleich als Troll abgestempelt zu werden, offensichtlich reicht es, eine von der des Blogschreibers abweichende Meinung zu vertreten. @Julia Schmidt, aus welcher meiner Äußerungen schließt Du, dass ich “Menschen scheinbar gerne auf Grund ihrer Herkunft, ihres Äußeren oder ihrer sexuellen Orientierung” beleidige oder dass ich das in irgendeiner Form gutheisse? Wegen “schwule Scheisse”? Das ist doch genau der Punkt. Es geht bei so was nicht um Homosexuelle. Warum sollte ich die beleidigen wollen? Die haben mir doch nichts getan. Genausowenig wie Neger/Schwarze/Afroamerikaner per se.

  • Boundary schreibt am 27. September 2012 um 18:39

    @Christian Friedemann: Kartoffel bzw. Kartoffelkopp sind allerdings auch seit jeher abwertende Begrifflichkeiten für Pfälzer. Meist kommt der Spruch dann ausm Saarland und ehrlich gesagt ist mir Kartoffel(kopp) bisher noch nirgends anders bzw. in einem anderen Kontext untergekommen.

    Nur glaube ich versuchst du da deinen Punkt falsch rüber zu bringen und eckst deswegen kann.
    Ich bin ja auch immer wieder am überlegen wie man es geschickt anstellt solche Gräben durch aktive Änderung der Konnotation zu schließen. Schließlich gelingt dies ja auch den Rechtsextremen (Gutmensch, etc.). Wieso sollte dies uns nicht selbst gelingen?
    Ich nutze für den Gedankengang immer gerne den Begriff “Negerkuss” als Beispiel. Auch ein geschundenes Wort. Aber auch ein Kompositum mit positiv besetzten Anteilen durch den Wortbestandteil “Kuss” und als Beschreibung für den Schoko-/Schaumkuss. Theoretisch (sic!) wäre es daher ein geeigneter Kandidat zur aktiven Änderung einer Konnotation auf der man dann weiter aufbauen könnte.
    Im Gegensatz zum anderen Begriff des “Mohrenkopfes”, welches doch etwas martialisches von köpfen und ‘Gegner essen’ hat.
    U.a. auch im Gedenken an den alten Werbespot für mehr Akzeptanz mit den tanzen verschiedenfarbigen Schaumküssen die aufgebissen werden und mit dem Schlussatz “Im Innern sind wir doch alle gleich” endet lag mir das Beispiel immer nahe. (Kennt den überhaupt noch jemand?)
    Und weiter zerbreche ich mir den Kopf daran.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 27. September 2012 um 18:53

    Christian Friedemann Und dennoch willst Du diese verletzenden Worte verwenden obwohl die Menschen Dir nichts getan haben. Das soll einer mal verstehen…

    Und mit jedem Kommentar den Du bisher hier geposted hast, hast Du genau das gutgeheißen. Tut mir leid, ist so!

    Du vertrittst auch keine andere Meinung, sondern willst weiterhin repressive Sprache verwenden ohne Dich dafür schlecht fühlen zu müssen. Den Gefallen wird Dir hier niemand tun. Das ist so auf dem Niveau “darf man doch noch sagen”, “dann darf man jawohl gar nichts mehr sagen”, blablabla

    Und nein, Du wirst nicht als Troll bezeichnet weil Deine “Meinung” (ich würde es eher sagen Einstellung) eine andere ist als meine. Sondern weil Du jeden einzelnen der Dich hier auch kritisiert so empörst wie Du mich empörst. Ich hab mir eben im Blog all Deine Kommentare mal angesehen (waren ja nicht viele), bisher hast Du noch nie – obwohl auch kontrovers – so nen Scheiß geschrieben und ich glaube echt, dass Du das nicht böse meinst. Was mich allerdings noch viel trauriger stimmt. Denn sonst würde ich bei so einem Mist einfach Deinen Account hier sperren. Nicht weil Du ein Troll bist, sondern weil Deine Aussagen repressiv und diskriminierend sind. Und ich lasse echt viel durchgehen…

    Um mal auf eine persönliche Tour kommen. Du scheinst lange diesen Blog mitzulesen und gerade deswegen bin ich wirklich und ernsthaft enttäuscht und traurig. Denn ich weiß nicht was schlimmer ist. Deine sogenannte “Meinung” oder ein echter Troll. Enough said!

  • Emanon schreibt am 27. September 2012 um 19:11

    @Boundary Ich glaube, der Christian sieht das nicht, wenn wir nur hier posten. Ich werd aber auch nicht mit meinem richtigen Namen kommentieren.

    Ich glaube aber auch nicht, dass man den Christian umstimmen kann. Schon im meinem ersten text hab ich ja von genau solchen Leuten gesprochen, die sich mit ihm ja dann auch sogleich gemeldet haben.

    Das sind Leute, die eine latente Abneigung gegen “Gutmenschen” und “Multi-Kulti-Utopisten” haben und sich weigern anzuerkennen was Rassismus ist und was nicht, damit sie weiterhin ihre stereotypen Meinungen vertreten können ohne sich eingestehen zu müssen, dass die ein oder andere Ansicht rassistisch ist. Das sind oft keine Rassisten, aber sie bleiben lieber bei einem einfachen Weltbild. Das äußert sich dann auch bei den ganzen Sarrazin-Beführwortern.

    Was Rassismus ist und was nicht, wird auch nicht, wie von Christian vermutet, von irgendwelchen Linken oder Gutmenschen definiert, sondern unterliegt dem akademischen Diskurs und nicht x-beliebigem Bauchgefühl in Kommentarspalten.

    Ich empfehle hier Memmi und Wolfgang Benz zu recherchieren. Da gibt es klare Definitionen und ein wichtiges Merkmal: Das subjektive Element, das sich im “um zu” ausdrückt. (Das Wort wird benutzt, UM ZU beschreiben, dass…etc.)

    Wenn man “Neger” benutzt, UM darüber auf der Metaebene zu reden, so wie ich das jetzt mache, ist es kein Rassismus. Wenn man aber zu einer Person egal welcher Hautfarbe sagt: “Der Neger soll mal schneller arbeiten”, dann ist es Rassismus, weil es abwerten soll. Es wertet ab, weil man seine Hautfarbe mit einem Wort belegt, dass noch aus der Sklavenzeit stammt und in diesem Fall irrelevant für den Sachverhalt ist. Immer dann, wenn die Hautfarbe nichts mit dem Sachverhalt zu tun hat, aber trotzdem stigmatisiert betont wird, ist das eine reduzierende Abwertung und daher rassistisch.

    Man muss sich mal überlegen wie oft man weiße Deutsche auf ihre Hautfarbe anspricht, um den Test zu machen. Erst wenn man die Haut- oder Haarfarbe nicht identifizierend wahrnimmt, ist Toleranz erreicht.

  • Emanon schreibt am 27. September 2012 um 19:29

    Ich hab mir nochmal die posts von Christian angeguckt und vermute, dass er ein Troll der Stufe 2 ist.

    Immerhin belässt er es nicht bei schwul, sondern macht noch mehr Schlachtfelder wie “Neger” auf. Außerdem scheint er absichtlich misszuverstehen und antwortet niemals adäquat. Wenn man ihn darauf hinweist, dass Wörter negativ konotiert sind, antwortet er, dass er nichts gegen “Neger” hat, weil die ihm nichts getan haben. Da scheint nur jemand auf der Suche nach Butthurt zu sein. Und sein Profil sieht auch nicht kosher aus.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 27. September 2012 um 19:44

    @Emanon Es gibt Trollstufen?!

  • Emanon schreibt am 27. September 2012 um 19:56

    @Daniel Ich musste selbst schmunzeln, als ich das geschrieben habe…haha;)

    Ich glaub, ich wollte nur ausdrücken, dass es Trolle gibt, welche die Position eines absolut hassenswerten Gegners einnehmen, der in diesem Fall Sachen schreiben würde, wie “Aber Schwule sind doch Schwuchteln! Die sollen sich auch in der Öffentlichkeit nicht küssen! Das ist doch gegen die Natur!” Das endet meistens in Beleidigungen (Das wäre dann Stufe 1). Und dann gibt es halt noch diejenigen, die das etwas subtiler machen und zwar hahnebüchen aber trotzdem Ansatzweise versuchen zu erläutern. Die erkennt man aber daran, dass sie nicht wirklich adäquat antworten und etwas “dumm tun” und die Diskussion in unendliche Länge gezogen werden kann, weil sie immer wieder neue Felder aufmachen, die man ihnen scheinbar erklären muss (Stufe 2). Und dann gibt es noch diejenigen, die die Position des Gegners einnehmen, aber so gebildet und eloquent sind, dass die anderen den Fehler in ihrer Argumentation nicht finden. Das endet dann meistens mit “Du kranker arroganter Arsch” (Stufe 3).

    Zumindest ist das, was ich so beobachte…”Trollstufen” ist schön….eignet sich eigentlich für eine Abhandlung….hmmmmmm

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 27. September 2012 um 19:59

    @Emanon Ja bitte. Stufe 2 hat ja auch sehr viel vom Derailing. Können wir die Trollstufen einführen? Einen Gastbeitrag hier oder so?

  • Emanon schreibt am 27. September 2012 um 20:11

    Hmmm….einhornzertifizierte Trollstufen…eigentlich ‘ne gute Idee. Das mit dem Derailing-Vergleich gefällt mir auch. Ich werd mal was demnächst was auf pastebin zusammenschreiben und dir dann schicken:)

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 27. September 2012 um 20:25

    Ja, gerne gemeinsam auf Pastebin. Ich finde wir müssen da auch Formen des Trollings aufnehmen. Zum Beispiel die Redundanz bzw. Frequenz was nicht zwingend mit dem Inhalt zu tun hat…

  • Stefan schreibt am 28. September 2012 um 00:03

    Schmeisse mal den Begriff Euphemimus-Tretmühle in den Raum.

  • Emanon schreibt am 28. September 2012 um 01:13

    @Daniel machen wir. Nur wird’s am Wochenende etwas schwer für mich, weil ich viel zu tun hab. Aber kommt!

    @Stefan Geht im Grunde in die richtige Richtung. Wie ich bereits meinte, fängt der Rassismus bereits da an, wo man die Hautfarbe, egal mit welchem Wort, hervorhebt, ohne dass diese relevant für die Situation wäre. Solange sich das nicht ändert, werden die Begriffe immer wieder negativ konnotiert sein.

    Das hängt meiner Meinung nach aber auch mit einem jungen gesellschaftlichen Reifeprozess zusammen. Zuerst nahm man Sklaven- oder Kolonialbegriffe wie “Neger”, “Wilder”, “Buschmann”, “Hottentotte” etc. und hat sich nicht für die angesprochenen interessiert. Dann versuchte man diese abwertenden Bezeichnungen abzulegen und kam auf “Schwarze”. Hiernach wurden es “Farbige” oder “Menschen mit dunkler Hautfarbe”.

    Woran sich viele Leute stören, ist dass ihre nicht rassistisch gemeinten Bezeichnungen der Jugend nun rassistisch sein sollen. Was aber eigentlich von Nöten ist, ist ein Abfall von der gefühlten Notwendigkeit einen Begriff haben zu müssen. Wenn man die Farbe einer Haut beschreiben möchte, kann man ja weiß oder schwarz sagen. Man sollte nur darauf achten, dass man die jeweils angesprochen genauso wenig auf die Farbe der Haut reduziert, wie man es in unserer Gesellschaft bei Weißen tut.

  • Christian schreibt am 28. September 2012 um 15:51

    Dann will ich hier mal versuchen, einige Sachen richtig zu stellen.

    @Boundary: Ich glaube Du hast ungefähr verstanden, in welche Richtung meine (zugegebenerweise vielleicht etwas überspitzten) FB-Postings gehen sollten.

    @emanon: Schade, dass Du nicht mit Deinem richtigen Namen zu Deiner Meinung stehen kannst oder willst. Aber wieso jetzt mein Profil nicht ganz kosher aussieht, würde ich schon gern mal wissen.

    Zum eigentlichen Thema:

    Bitte lest doch den ersten Post nochmal genau durch. Steht da drin, dass ICH Schwarze rassistisch beleidigen will? Mir geht es darum zu zeigen, dass, wenn man das Wort Neger geächtet wird, eben andere Worte gefunden werden, um Menschen dieser Hautfarbe herabzuwürdigen. (Danke für den Hinweis auf die Euphemismus-Tretmühle) Das heisst aber nicht, dass ICH das machen will. Ich will aber eben auch nicht schief angeschaut werden, wenn ich den Begriff Negerkuss verwende.

    Zum Thema “schwule Scheisse”: Auch hier geht es nicht darum, Homosexuelle zu beleidigen. Es geht nicht einmal darum, irgendeine Situation mit Homosexualität in Verbindung zu bringen. Schwul hat sich in der letzten Zeit – nach meiner Empfindung und von mir nicht wissenschaftlich zu belegen – verselbständigt zu einem “eigenständigen” Schimpfwort, oder wegen mir Verstärkungswort, ohne das damit eine Verbindung zu Homosexualität gemeint ist.

    Und @Emanon, vielleicht ist es tatsächlich so, wie Du in deinem letzten Post darlegst, dass es mich einfach stört, dass ein ursprünglich “harmloser” Begriff auf einmal geächtet sein soll.

    So long.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 28. September 2012 um 16:13

    @Christian As I said before. Niemand kann oder will Dir Absolution erteilen, wenn Du repressive Sprache einsetzt. Unabhängig davon ob Du das bewusst machst, “willst” oder es Dir in “der Hitze des Gefechts” als “rhetorisches Stilmittel” aus dem Mund kullert…

    Die Verbindung besteht auch, wenn sie nicht gemeint ist. Welche anderen Bedeutungen soll “schwul” denn bitte haben?! Außerdem wärest Du wirklich übermächtig und der einzige Mensch der darüber entscheiden könnte wie das was Du sagst bei den Betroffenen ankommen könnte. Wow!

    Und nur weil Leute anonym kommentieren wollen ist das noch lange nicht zu bemitleiden oder deren Meinung weniger wert. – Ich bin immernoch der Ansicht, dass es hier um a) eine Hypothese und b) um eine Einstellung geht, weniger um Meinungen.

    Ich weiß nicht was daran schlimm ist sich kurz zu entschuldigen wenn man z.B. rassistische Kackscheiße sagt, die man nicht so meinte?!

    Und ich muss mich leider wiederholen dafür ist kein Platz auf meiner Seite! Bei Politically Incorrect vielleicht, aber hier nicht. Ich denke Du bist schlau genug zu wissen was das heißt!

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