Frei.Wild und kein Ende: Rockland-Moderatorin Alexandra Philipps klagt

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Alexandra Philipps ist Fan der Band Frei.Wild und promoted die Gruppe. Unter anderem auf Rockland Radio wo sie eine Sendung moderiert. Aber auch im aktuellen Video der Band und und und…
Laut Rheinneckarblog will Philipps nun einem “Abschluss einer Recherche und der Veröffentlichung der Ergebnisse zuvorkommen” und klagt wegen “Übler Nachrede, Diffamierung, Denunzierung”. Mehr dazu im Rheinneckarblog selbst.

Zufällig auch gerade in den News, ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts: Die Bezeichnung anderer als “rechtsradikal” ist ein Werturteil und fällt unter die Meinungsfreiheit



    10 Kommentare:

  • Tobi Wnz via Facebook schreibt am 13. November 2012 um 17:21

    yeah! mein profilbild ist und bleibt alltagstauglich

  • Emanon schreibt am 13. November 2012 um 18:34

    Wie es solche Menschen durch das juristische Examen geschafft haben, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich ein befreundeter Anwalt, der die Redaktion nur verängstigen soll.

    Das mit dem “rechtsradikal” und “Meinungsfreiheit” ist allerdings nicht ganz so, wie es sich darstellt.

    Was das BVerfG hier festgestellt hat, ist dass es sich dabei um eine Meinung handelt, die in den Schutzbereich der Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) fällt. Das bedeutet aber nicht, dass deshalb die Schranken des Art. 5 Abs. 2 GG nicht gelten. Das ist z.B: das Strafgesetzbuch (Beleidigung, Üble Nachrede) oder das Allgemeine Persönlichkeitsrecht.

    Das heißt ein Zivilgericht stellt fest, dass “rechtsradikal” unter die Meinungsfreiheit fällt und muss diese dann mit anderen Rechtsgütern abwägen.

    Eine “Erlaubnis” jeden rechtsradikal zu nennen ist die Entscheidung des BVerfG jedenfalls nicht.

    Die Lösung für diesen speziellen Fall ist meiner Meinung entweder die Meinungsfreiheit oder (eher) die Pressefreiheit und die gesellschaftliche Wachhundfunktion der Medien, die eine Pflicht haben aufzuklären. Dass die Dame in der Öffentlichkeit steht, ist nicht etwa Grund zu ihren Gunsten, sondern zu ihrem Nachteil, da sie sich selbst in die Öffentlichkeit stellt und sich auf Grund ihrer Vorbildfunktion eine Überprüfung ihres öffentlichen Verhaltens durch die Medien gefallen lassen muss.

  • Frölain Anja via Facebook schreibt am 13. November 2012 um 19:57

    Also, man kann zu jeder Miss-Wahl antreten, sei es Miss Wet-Shirt, Miss Ohio, Miss Boody, Miss Happy Tits, aber Miss Germany geht ja gar nicht, da disqualifiziert man sich für den Rest des Lebens. Unterirdisch!

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 13. November 2012 um 19:58

    Haha, den Zusammenhang sah ich gar nicht. Miss Doitschland, gnihihi

  • Sven schreibt am 11. April 2013 um 18:35

    Abmahnungen sind eklig. Rechtsradikalismus oder Rechtslastigkeit ist abscheulich. Keine Frage.

    Wenn man über die Auseinandersetzung “Prothmann ./. Philipps” schreibt, sollte man berücksichtigen, WIE die Recherche eines Journalisten, der sich selbst als ausgewachsenen Profi bezeichnet, entstanden ist. Die Fragen sind nicht wie eigentlich üblich direkt und persönlich gestellt worden, sondern offen per Kommentar via der Facebookseite der Moderatorin. Zudem in einer Form, die viele andere auch provoziert und vorab einer eigentlichen Berichterstattung verletzt hätte.

    Hardy Prothmann bezeichnet sich nicht nur selbst als Profi. Er ist auch einer. Ging es ihm tatsächlich um die Thematisierung, dass eine Moderatorin Frei.Wild unterstützt? Ging es dem Journalisten tatsächlich um die Thematisierung von Frei.Wild? Arbeitet man tatsächlich nach journalistischen Standards per Kommentardialog bei Anfragen? Kommentiert man auch so diese Anfragen im Vorfeld der Berichterstattung so in seinem Blog?
    http://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/489645277737021 Auch wenn man dem Journalisten eine Voreingenommenheit (die sicherlich nicht seiner Arbeit dienlich ist) freistellen darf: Publiziert man das in dieser form VOR einer Veröffentlichung? Vlt. bereits wissend, dass das Interview keinen Gehalt hat (was hätte man sich davon auch erwartet? Wen hätte es interessiert, welche Einstellung oder welchen Musikgeschmack eine Radiomoderatorin und ehem. Miss Germany hat?)

    Wenn nicht vordergründig. Um was ging es Prothmann dann? War es vielleicht schon vorab exaktes Kalkül, die Geschichte in einer Abmahnung, die erfahrungsgemäss Aufmerksamkeit (Quote) im Netz bringt, eskalieren zu lassen?

    Erklärt das, warum es noch keinen Enthüllungsartikel zu Philipps mit weiterem bereits vorliegendem Material, wie selbst angekündigt, gab und auch bis heute (über 4 Monate später) noch immer nicht gibt?
    http://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/492854757416073?comment_id=90724193&offset=0&total_comments=24

    Das sind alle Artikel, die sich zum Thema im Blog von Hardy Prothmann finden lassen:
    http://www.rheinneckarblog.de/tag/alexandra-philipps/

  • Sven Temel schreibt am 22. April 2014 um 06:36

    Nachgereicht: Die ganze Prothmannsche Story über die Moderatorin, über die angekündigten Enthüllungen der bezichtigten rechtslastigen Medien. Alles gelöscht, alles kommentarlos(!) weg.

    Betreibt man so also als Journalismus, der aufdecken soll?

    Stattdessen eine neue brandgefährliche Nummer, die so geht “Sehr her: Wir werben für AfD! Eigentlich kein großes Thema. Ist ja eh nur ein Bannerchen, interessiert keine Sau. Aber ich geh frontal nach vorne und schreibe andere Parteien und meinen Leser die Schuld zu. Denn sie bezahlen mich ja nicht. Man glaubt es nicht? http://www.rheinneckarblog.de/19/jedes-ansehen-eingebuesst-schaem-dich/45000.html

  • Sven Temel schreibt am 21. August 2014 um 06:46

    Hardy Prothmann entschuldigt sich
    https://www.facebook.com/hardy.prothmann/posts/10152634060500489

    Ein Post eines Geläuterten, könnte man denken. Bezahlt hervorgeboben, damit es auch wirklich jeder liest. Wie rührend. Ja, so macht man es sich denkbar einfach. Nochmals schnell eine bewegende Erklärung, dann ab in den Urlaub nach Malle. Man könnte sich auch persönlich bei Ströbeles, einer Alexandra Philipps, all den anderen oder bei den zig Spendern entschuldigen, die bis heute auf den “Verein gegen Abmahnopfer” warten. Oder zumindest Richtigstellungen publizieren.

    Ja, aber so geht das natürlich auch. Mit einem gesponsorten Facebookpost. Ich glaub ihm kein Wort.

  • Sven Temel schreibt am 18. Juni 2017 um 10:59

    Hardy Prothmanns Rheinneckarblog vom 9.5.2017 zum Thema Xavier Naidoo:

    “Unsere Redaktion hat zudem mit enormen Aufwand Recherchen angestellt, die für Xavier Naidoo und die “Söhne Mannheims” höchst unangenehm werden könnten.” ( https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/1617773218257549 ) oder ist gar nur dies

    https://rheinneckarblog.de/?s=x. das Ergebnis der Recherchen mit “enormen Aufwand”? (ca. 80 bis 100 Arbeitsstunden laut Rheinneckarblogmacher https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/…/1621585231209681… )

    Nur zur Erinnerung: Am 17.5.17 wurden für kommende Woche weitere Berichte, die über das “System X.” aufklären sollen, angekündigt https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/1629451143756423

    Bisher kam nichts weiter. Nichts.

    Ist hier ein Arbeitsmuster unseres Hardys erkennbar? Erinnern wir uns hieran: Hardy Prothmann über Alexandra Philipss https://www.facebook.com/292736560766454/photos/a.783769331663172.1073741826.292736560766454/783766528330119/?type=3&theater

    Beängstigend ähnlich, oder?

    Wenn nichts weiter kommt: Man kann das jetzt armselig, talentbedingt, nicht ganz so wichtig (weil nur Hardy Prothmann), unrelevant (weil Naidoo nicht jeden interessiert) oder wie auch immer bezeichnen, wie Prothmann arbeitet. Wenn jedoch Personen von einem Publizisten nach meinem Eindruck auf diese Weise gezielt mit Kalkül diskreditiert werden, halte ich das für bedenklich. Und auch gefährlich.

  • Sven Temel schreibt am 20. Juni 2017 um 11:01

    Na, sowas: Mein Kommentar, der das Arbeitsmuster von Prothmann 5 Jahre später mit gleichem Thema, aber anderen Protagonisten (Xavier Naidoo) nur sachlich belegt, wurde nicht freigeschaltet. Das ist zwar schade, aber gilt zu respektieren.

    Respektieren muss dann aber auch, dass man sich dann auf eine solch einseitige Stufe stellt.
    Ich halte auch das für gefährlich.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 20. Juni 2017 um 19:31

    @Sven Nicht immer das Schlimmste vermuten. Aufgrund der vielen untergebrachten Links war der Kommentar im Spamordner. Und ich muss Dir rechtgeben, dass Prothmanns Arbeit nicht der Rede wert ist (und hier dann auch soweit ich mich entsinne seit 2012, also 5 Jahren) nicht mehr war

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