Monopoly und das Grundeinkommen

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Es ist ja weitestgehend bekannt, dass Monopoly eigentlich als antikapitalistisches Spiel zu verstehen wäre. Elizabeth Magie Philips, die als Erfinderin gilt, schuf den Klassiker unter dem Namen The Landlord’s Game um monopolistische Strukturen und die damit einhergehende Verarmung aufzuzeigen.
Ursprünglicherweise gab es sogar zwei Spielformen. Zum Einen die uns bekannte und zum anderen eine mit “single tax”. Wikipedia dazu:

“Bei der heute allein bekannten Variante bleibt ein Monopolist übrig, dem als Gewinner alles gehört, während bei der damaligen zweiten Alternative ohne Bodenspekulation die meisten Mitspieler im Spielverlauf immer wohlhabender werden.”

Der kommunistische Ökonom Scott Nearing verwendete das Spiel sogar in seinen Vorlesungen. Dennoch war Monopoly in kommunistischen Ländern stets verboten. Du darfst halt den Spielspaß Leute in den Ruin zu treiben nicht außer acht lassen. Der Punkt mit dem Grundeinkommen ist mir allerdings noch nie aufgefallen.

Monopoly und das Grundeinkommen

(via hgn)



    Ein Kommentar:

  • Nicht Wichtig schreibt am 4. Januar 2014 um 14:52

    Mir war die bedinungsloses Grundeinkommenidee schon immer klar in dem Spiel (zumindest seit dem ich mich mit BGE befasst habe) aber man könnte das Spiel auch in eine BGE-Monopoly Variante umwandeln. Das Spiel hat ja nämlich den Fehler, daß man beim Vorbeigehen auf einem Feld mit Häußchen diese auch nützen MUSS und dafür beazhlen MUSS. In einer BGE Variante wäre das nützen der Häusschen freiwillig. Automatisch wäre das bilden eines Monopols sinnlos, weil sonst keine die Häusschen nützen würde.
    Allerdings, daß die Idee des Spiels einen antikapitalistischen Ideenhintergrund hatte, wußte ich nciht. Da bin ich überrascht.

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