Schallplattenhersteller übers Schallplattenmachen

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Vinylcuting

Gerade stolperte ich über dieses Interview mit Holger Neumann, Chef Schallplattenherstellers Pallas. Ziemlich interessantes und langes Interview in dem in einem kleinen Video auch die Produktionsstätten gezeigt werden. Obwohl die Pallas GmbH auch CDs presst machen sie ihren meisten Umsatz mit Schallplatten, ziemlich erstaunlich. Auch wenn ich selbst Vinylfan bin frag ich mich oft warum eigentlich? Für Retrofeelings bin ich fast ein wenig zu jung. Aber eben nur fast. Als ich damals meine erste eigene Musik rausbrachte war auch gleich klar, dass es eine Vinylscheibe wird. Das ist jetzt fast 10 Jahre her und Vinyl gibt es noch immer. Und auch das nächste Album wird auf Vinyl erscheinen.
Laut Neumann hat sich das Vinyl als Premium-Produkt durchgesetzt. Der Käufer gibt gerne mehr aus.

For the Record wiederum ist eine Kurzdoku die perfekt zu dem Thema passt. Die Macher reisten durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und UK um Vinylherstellung zu dokumentieren. Hier wirkt der Ansatz ganz anders. Leidenschaftlicher. Natürlich geht es immernoch um ein elitäres Produkt, aber mehr mit einer DIY-Einstellung, einem Handwerk und Individualität. Vielleicht ist es auch das was die Schallplatte ausmacht.

For the record from NEKTAR on Vimeo.

(via mururoar)



    7 Kommentare:

  • Julius schreibt am 12. Februar 2013 um 17:04

    Ich schrub es ja damals in meinem Artikel, Schallplatten sind einfach das ästhetischere Medium. http://www.vru-berlin.de/2010/04/gebt-mir-meine-platte-zurueck/

  • Henrik Schall via Facebook schreibt am 12. Februar 2013 um 17:17

    vinyl hat schon die tape überlebt, also wirds auch noch die cd überleben!

  • Marcel Schindler via Facebook schreibt am 12. Februar 2013 um 17:24

    allein das gefühl beim Auflegen…. *schwärm*

  • Chef Leberkäs via Facebook schreibt am 12. Februar 2013 um 17:49

    wir werden alle sterben…vinyl NIE!

  • Moss the TeXie schreibt am 13. Februar 2013 um 00:16

    Was war ich damals froh, als die CD erschwinglich wurde. Endlich kein Geknackse, Geknister, Gewummse mehr, endlich nennenswerte Dynamik statt totkomprimiertem Schallplattenkram (erinnert sich jemand an die Maxi-Singles, die man brauchte, um halbwegs definierte Bässe zu hören?), keine tonnenschweren Laufwerke aus exotischen, abartig teuren Materialen und überempfindliche Tonarme mit filigraner Mechanik, Ausgleichsgewichten an drei Achsen und trotzdem (systembedingt) grottenschlechter Geometrie mehr. Ein bißchen später konnte man auch noch die abartig teuren, fetten Goldkabel mit Cinchsteckermist am Ende gegen schlanke, flexible und um Größenordnungen bessere Faserkabel austauschen – ein Traum! Was war ich in den 1990ern froh, als die CD-Brenner erschwinglich wurden. Endlich konnte man Töne wie Daten kopieren, ohne bei jedem einzelnen Kopiervorgang hörbare Verluste sowohl auf dem Übertragungsweg als auch am kopierten Medium zu haben … usw. usf.

    Trotzdem habe ich immer noch die meisten Teile einer damals zusammen fünfstellig gekostet habenden Anlage im Keller stehen, nebst drei Plastikfaltkisten LPs und Maxisingles — weil ich immer glaubte, das Zeug mal wieder zu brauchen … Will jemand die Threshold S300 haben, den Burmester-Phono-Vorverstärker oder dieses zentnerschwere Laufwerk aus grünem Panzerglas?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 13. Februar 2013 um 00:41

    Also eigentlich wird seit Oasis – Definitely Maybe alles auf CD im Mainstream und auch meisten Rock ziemlich totkomprimiert.

  • Ayki schreibt am 15. Juli 2014 um 22:08

    @Moss the TeXie

    Ja, ich wills haben;-)

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