Mein Plattenschrank mit Ebba und Jakobus von JaKönigJa

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Ein Plattenschrnak von Ja König Ja

JaKönigJa finde ich grandios. Ihr Album Ebba zählt zu meinen absoluten Lieblingen. Um so mehr freut es mich, dass Ebba und dann Jakobus Durstewitz bei meiner kleinen Rubrik Mein Plattenschrank mitmachten. Aktuell haben sie eine neue Single rausgebracht. “Ich bin Stoff und Du bist Geist” kannst Du (u.a.) hier kaufen.

Vinyl, CD oder Digital?
Ebba: Alles, was wichtig und bleibend ist, muss auf Vinyl vorhanden sein. Ansonsten gibt es bei mir eine eindeutige Tendenz weg vom anfälligen und – egal, wie man’s macht – meist hässlichen Medium der CD hin zu Digital.

Jakobus: Vinyl: Mein Plattenschrank ist gefüllt mit feinem, meisst schwarzem, schimmernden Vinyl. Das meisste davon mit 33 1/2 Umdrehungen pro Minute abzuspielen. Ein paar Singles und Maxis.
CD: Diese Plastikdinger, deren Hüllen immer an den Gelenken auseinanderbrechen fliegen irgendwo in der Wohnung herum und zerstören sich von selbst. Man nennt sie, so glaube ich MC oder CD oder so.
Digital: Ich habe mir auf meinem Funktelefon ein eigenes Radioprogramm zusammengestellt mit selbstgemachten mp3s. Das wird auf langen Zugfahrten gern eingeschaltet. Mit Kopfhörer – versteht sich. Manchmal läuft auf dem Telefon allerdings auch Byte.fm.

Wie sortierst Du Deine Platten. Und meinst Du, das sagt etwas über Dich aus?
ebba: Ich sortier meine Platten gar nicht. Jakobus sortiert meine Platten.
Ich hingegen verlasse mich da auf mein Gefühl fürs Ungefähre. Mir reicht so was wie “Die Brasil-Platten stehen, meistens jedenfalls, irgendwo links oben und irgendwo dazwischen müsste sich dann auch ‘Garra’ von Marcos Valle befinden.” Und wenn die Platten nicht gerade wieder einmal von Jakobus umsortiert wurden, dann hab ich mit diesem Pseudo-System für gewöhnlich auch keine Probleme.

Jakobus: Ich sortiere in unserem Haushalt die Platten, wie Ebba bereits erwähnte. Effektivität ist das Zauberwort. Das sagt auf jeden Fall über mich aus, dass ich ein ungeduldiger Mensch bin. Weshalb ich auch leidenschaftlicher Angler wurde.
Ich hatte schon chronologisch, alphabetisch, farblich, verwandschaftlich und nach Subgenres sortiert und dabei herausgefunden, dass für mich die effektivste Sortierung die alphabetische ist. Wobei allerdings nur die grossen, relativ klar abgrenzbaren Bereiche: Jazz, Brasil, Country und Pop-Rock alphabetisch sortiert sind. Daneben bestehen ein paar in sich unsortierte Sprachen-Fächer: Portugiesisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Hawaiianisch und Deutsch. Klassik und Elektronik ist ebenfalls unsortiert in eigenen Fächern.
Ich muss immer sehr schnellen Zugriff auf die Titel haben, wenn ich mal im Pudel oder Golem auflege, oder ein Gast im Hause ist, der von guter Musik betört werden will.

Eine Platte, von der Du Dich niemals trennen würdest?
Ebba: John Hartfords selbstbetiteltes Album von 1969, allein schon wegen des abschließenden “I didn’t know the world would last this long”. Vermutlich mein liebstes Lieblingsstück der Welt überhaupt. Das befindet sich in einer mindestens genauso schönen, entschlackten Version ebenfalls auf “Housing Project” von 1968. Eine Platte, von der ich mich auch nie trennen würde.

Eine Platte, die Dir peinlich ist. Wobei das, was einem gefällt, nie peinlich sein sollte.
Ebba: Dazu fällt mir nichts ein. Ich meine mitbekommen zu haben, dass es Menschen gibt, die meine Adamo-Single mit dem Titel “Der Hund” peinlich finden. Dabei ist das ein sehr herzzerreißendes Stück mit einem denkwürdigen Text.
Jakobus: Mir ist keine Platte peinlich.

Und zum Schluss Dein Lieblingsmusikvideo, um hier im Blog nicht ganz altbacken rüberzukommen und was Multimediales anzubieten.
Jakobus: Ich könnte eine Top 100 machen, mit genau 100 Platz-1-Notierungen.
Ebba: Zur Zeit das Video zu “Mesmerize”, der neuen 12“-B-Seite von den Vögeln. Das kommt meiner Neigung zum Pathos sehr entgegen.



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