Wieso Asyl nur für Snowden? Wie wäre es mit Aufhebung des Asylkompromisses?

-

Ich könnte einen langen Artikel schreiben. Darüber wie ungerecht es mir scheint, dass die Rufe danach, Snowden Asyl zu gewähren, so laut sind. Prompt Demonstrationen, Petitionen und Aktionen gestartet werden. Und dabei ist es nur die Unsichtbarkeit der anderen, die mich ärgert. Wo waren diese Rufe, als in München das Refugee-Camp aufgelöst wurde? Wo sind sie bei den Flüchtlingsprotesten in Berlin? Ich halte mich stattdessen kurz:

Es ist das seit 20 Jahren eingeschränkte Asylrecht, das es zu ändern gilt. Nicht nur für Snowden. Sondern AUCH für ihn. Vor allem aber für alle die, die nicht ihren Platz in Öffentlichkeit und Medien bekommen.

Kein Mensch ist illegal!



    10 Kommentare:

  • Andreas Ganesha Spring via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 11:11

    Ich finde es verachtenswert, dass eine de facto Abschaffung des Asylrechts seinerzeit als “Kompromiss” gefeiert wurde. Der neue Art. 16a GG machte und macht es möglich, fast alle Asylanträge abzulehnen. Die Anerkennungsquote liegt seit 2002 bei unter 2%. Klasse gemacht, Regierung Kohl. (y) (Ja, das war Sarkasmus, Sheldon! Und es geht noch weiter…)

    Genau die richtige Reaktion auf Medienhetze â la “Das Boot ist voll” und den braunen Mob, der in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 wütete (dies Ereignis und die offen sichtbare Ohnmacht der “Staatsmacht” war ja der Hauptauslöser für den sogenannten “Kompromiss”).

  • Michi Hustenbonbon via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 11:43

    das ding ist halt, dass es hier um voellig verschiedene dinge geht

  • Anna-Sarah Hennig via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 11:52

    Ja, genau: hier ein weißer us-amerikanischer weltberühmter als Held gefeierter Typ mit einem arschvoll Ressourcen im Hinter- und Vordergrund, dort unzählige Menschen mit gänzlich anderen Voraussetzungen & ohne Lobby. Völlig verschiedene Dinge.

  • Eckbert Egon Von Blubhausen via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 14:44

    Asyl ja für Politisch verfolgte und Whistleblower aber nein zu Wirtschaftsflüchtlingen. Man sollte schon unterscheiden!

  • Uwe Rabenschwarz via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 15:53

    Was soll man dazu sagen? Mir fällt nur eins ein: „Blub“.

  • Uwe Rabenschwarz via Facebook schreibt am 6. Juli 2013 um 15:54

    Regierung Kohl, richtig. Wir wollen aber auch nicht die SPD vergessen …

  • dermehler schreibt am 8. Juli 2013 um 02:57

    Auf Cnn hat sich so ein Heini vom “institut for Foreign policies” geäussert-sinngemäss:”Es würde schon für die Glaubwürdigkeit von Snowden sprechen das ihm nur bestimmte Länder Asyl anbieten würden und sich die grossen (Industrie)nationen raushielten?!” Unausgesprochen ist die Frage kann man es sich mit den Usa verscherzen bei der Aufnahme von Snowden.Nö aber vorrauseilender Gehorsam weil man Angst hat ist die Triebfeder. Und was hält die “Amerikaner” ab wenn sowohl Assange wie auch Snowden Asyl bekommen haben eine “Vanunu”-nummer abzuziehen wie auch im Fall der Folterung und Ermordung von Enrique Camarena der Arzt der Mr Camarena am Leben erhielt in die Staaten “überführt” wurde…

  • Andreas Ganesha Spring via Facebook schreibt am 8. Juli 2013 um 17:26

    Ja, die beiden geben sich nicht viel… Agenda 2010 ist ja eine Erfindung der als “Alternative” gefeierten Regierung Schröder gewesen… es fühlt sich momentan eher so an, als hätten wir die Wahl zwischen Pest und Cholera…

  • dermehler schreibt am 10. Juli 2013 um 23:55

    Leute die “etwas” leisten wie Top-Sportler oder Freunde von Konzernen oder Banken haben keine solchen Probleme. Auch wenn es in ihren Heimatländern Putsche,Bürgerkriege,Hungersnöte gibt. Aber der kleine Mucker der seine Familie schützen und irgendwie über die Runden kommen möchte muss mindestens 25 Std pro Tag arbeiten um den Schlepper abzubezahlen und sich trotzdem verstecken. Und was hat das mit Snowden zutun?! Vielleicht nichts aber mann könnte die Diskussion um ihn benutzen um auf die armen kleinen Fische aufmerksam zumachen…und evtll etwas Gutes für sie rauszuholen.

  • S. Meyer schreibt am 11. Juli 2013 um 07:18

    Für mich greift der Argumentationspunkt “Asylrecht” abschaffen zu kurz. Dementsprechend könnte man auch argumentieren, dass es jedem freisteht anderen soviel Asyl zu gewähren wie es Ihm gefällt. Einzige Voraussetzung ist doch aktuell, dass man Ihm einen Job geben muss den andere nicht gleichgut ausführen können (das bekommt man mit der Jobbeschreibung einfach hin) und Ihm was waren es… 45.0000 Euro Mindestgehalt zahlt.

    Wer will kann also jetzt auch schon aktiv das Asylrecht außer Kraft setzen und die Situation anderen deutlich verbessern.

Dein Kommentar:

Kommentarfeed zu diesem Artikel via RSS abonnieren.

Hinweis: Kommentare werden moderiert. Sie können auch ohne Angaben von Gründen gelöscht werden. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht! Weitere Infos zum Datenschutz