Mein Plattenschrank mit Peer

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Peers Plattenschrank

Peer ist Sänger von PEER, die just ihr zweites Album crowdfundeten und diesen Samstag im Zirkuszelt im Görlitzer Park aufspielen. Für das tanzende Einhorn untersuchte er seinen Plattenschrank und sein CD-Regal.

Vinyl, CD oder Digital?
Ich frage mich, ob das eigentlich jetzt immer mit digital weitergeht, oder ob da nochmal etwas anderes kommt – wüsste aber nicht, was. Vielleicht kennen das kommende Generationen dann nicht mehr, fünf verschiedene Tonträger-Medien erlebt zu haben. Die erste Musik habe ich auf dem Tonbandgerät meines Vaters angehört, die ersten Alben selbst gekauft auf Vinyl, dann Cassette, auf Cassette aus Fernsehen und Radio aufgenommen, dann alles auf CD. Und inzwischen eigentlich vor allem digital (MP3s auf Rechner, auch Spotify) und wieder zurück zu Vinyl. Die CD-Sammlung verstaubt im Regal, die Cases türmen sich immer noch von der letzten Party, bei der wir noch mit CDs aufgelegt haben (2011), und die (seltenen) neuen CDs werden nach Kauf gleich digitalisiert. Dafür steht aber ein neuer Plattenspieler in der neuen Wohnung, die Sammlung wurde mitgenommen und schon auf einer Handvoll Konzerten ausgebaut (zuletzt: Sebadoh, M185, Metal Ghost).

Wie sortierst Du Deine Platten? Und meinst Du, das sagt etwas über Dich aus?
Die CDs waren alphabetisch sortiert, mit eigenen Fächern für Klassik, Compilations und Metal. Die Vinyl-Sammlung ist in einer Mischung aus chronologisch und thematisch sortiert, das waren die CDs auch mal, bevor es zu viele wurden. Das scheint also meine intuitive Sortierung zu sein: Danach gehen, wie die Alben für mich zusammengehören – nach Stilrichtung, rund um einzelne Bands (Queen, Beatles), nach Entstehungszeit (50s/60s, 80s, Hamburg Anfang 90er) oder meiner Lebenszeit (habe ich in Schweden gehört, im letzten Jahr, etc.). Und die 15 neuesten Platten direkt neben dem Plattenspieler. Was soll das über mich aussagen – machen das nicht alle so?

Eine Platte, von der Du Dich niemals trennen würdest?
Wahrscheinlich die Abbey Road, meine erste Platte. Aber das ist auch keine besondere Pressung und ziemlich zerkratzt, kriegt man also notfalls auch wieder. Für einen wichtigen Grund würde ich mich also auch davon trennen.

Eine Platte, die Dir peinlich ist. Wobei das, was einem gefällt, nie peinlich sein sollte.
Die Prinzen: „Das Leben ist grausam“. Aber aus dem Alter, wo mir was peinlich ist, bin ich im Grunde schon raus.

Und zum Schluss Dein Lieblingsmusikvideo, um hier im Blog nicht ganz altbacken rüberzukommen.
Ein Lieblingsvideo habe ich nicht. Noch im Kopf und sehr beeindruckt war ich von den 10 Türen-Coversongs, die gleichzeitig in einem Raum gedreht wurden.

Peers Plattenschrank



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