Da helfen auch keine Regenbogenkostüme – Gewalt gegen die LGBT-Community in Russland

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Sochi-2014

Human Rights Watch haben angesichts der am Freitag startenden Olympischen Winterspiele in Sochi einen Clip über Gewalt gegen LGBT-Menschen und Aktivisten veröffentlicht.

“The Russian authorities need to address a deteriorating situation of widespread and concerted abuse against lesbian, gay, bisexual and transgender (LGBT) people and activists. The authorities’ failure to act and some officials’ homophobic comments expose LGBT people to further harassment and violence and embolden the attackers.”

Da helfen auch keine regenbogenfarbene Olympiakostüme. Desweiteren berichten Human Rights Watch, dass auch kritische Journalist*innen unter Repressalien zu leiden hätten und betont die Tatenlosigkeit des IOK:

“Im Vorfeld der Winterspiele in Sotschi haben russische und internationale zivilgesellschaftliche Gruppen dem Internationalen Olympischen Kommittee (IOK) zahlreiche Beweise für diese Menschenrechtsverletzungen übergeben. Das IOK ergriff jedoch kaum effektive Maßnahmen, um die Verstöße zu beenden. Die Reaktion des Deutschen Olympischen Sportbunds beschränkte sich darauf, gewisse Bedenken zu den angesprochenen Themen zu äußern.”

Wie der IOK bei dem ganzen durchaus mitspielt schrieb ich schon anlässlich der Leichtathletik-WM in Moskau. Damals wollten sie Sportler*Innen ausschließen, die die Winterolympiade nutzen um Solidarität zu zeigen und für die Rechte Homosexueller demonstrieren. Natürlich nicht als Sanktion, sondern um die Sportler*Innen (vor sich selbst) zu schützen.

Auch möchte ich auf einen älteren Post hinweisen, der die Jagd auf Homosexuelle bereits thematisierte.

(via rene)



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