Kubrick vs. King – Shining als Buch und als Film

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The Shining

Kubrick, Shining, King. Eine neverending Story. Für viele ist Shining einer der besten Horrorfilme ever (ever, ever!) und sowieso die beste King-Verfilmung. Nur King selbst und Hardcore-Fans sehen das nicht so. King war so angepisst von Kubricks Film, dass er 1997 eine Mini-Serie als Drehbuchautor und Regisseur ins Fernsehen brachte, die seiner Vorlage gerechter wurde.

Erst letztes Jahr beschwerte er sich über die misogyne Darstellung Wendys in Kubricks Version. Interessanterweise bekam Shining sogar zwei Nominierungen bei der Goldenen Himbeere. Einmal für Kubrick als Regisseur und dann noch für Shelley Duvall die Wendy spielte. Wesentlicher Kritikpunkt für King war auch die Besetzung von Jack Nicholson als Jack Torrance. Seiner Meinung nach wurde dadurch aus Shining eine häusliche Tragödie über jemanden der verrückt wird, statt ein übernatürlicher Horror um ein Spukhotel. Aber eigentlich hasste King alles an Kubricks Film.

Und umgekehrt? Eines ist klar, Kubrick änderte einiges an der Originalgeschichte. Nicht nur die berühmte Zimmernummer, die im Buch 217 ist, im Film aber 237. So ist eine der intensivsten Szenen gar nicht im Buch zu finden. “All work and no play makes Jack a dull boy” war eine Ergänzung Kubricks. Und natürlich das Ende, das sich vollkommen unterscheidet.

Auf der Webseite The Overlook Hotel findest Du nun Bilder der Anmerkungen Kubricks zu the Shining im Buch. Die Bilder geben nicht sonderlich viel her, aber bieten einen Einblick in die Arbeitsweise Kubricks. Wie er Dialoge hervorhebt oder rausstreicht und neue hinzufügt. Wie die Vorstufe seines Drehbuchs entstand. Besonders interessant wären natürlich streitbarere Szenen. Wieso wurde Jack bei Kubrick kein Zombie, wieso gab es keine Heckentiere, aber in diese Passagen gibt es wohl keinen Einblick.

(via reddit)



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