Die besten Horrorverfilmungen von Stephen King

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Pennywise

Passend zur Halloweenwoche eine Top 5 zu den Verfilmungen eines der beliebtesten Autoren unserer Zeit. Nun muss ich ehrlich zugeben, dass ich mit Stephen King als Autor meist wenig anfangen kann. Zu ausschweifend und langatmig ist mir sein Stil. Vielleicht gefallen mir deswegen auch seine Kurzgeschichten am besten. Und es ist erstaunlich, dass eine Liste der besten Stephen-King-Verfilmungen ziemlich schwierig wird, wenn Du Dich nur auf Horror beschränkst. Das schließt natürlich “Stand By Me” (sonst sicherer Platz 1) und “Die Verurteilten” aus. Auch “Misery” wird ausgelassen, da ich den Film eher als (Psycho-)Thriller betrachte.

Hier also die in meinen Augen besten Stephen-King-Horrorverfilmungen:

5. The Dead Zone

The Dead Zone
Klassische Horror-Regisseure neigen dazu, bei King zu verkacken. Oder – seien wir ehrlich – unter ihren herausragenden Horrorfilmen abzuliefern. Allen voran George A. Romero, dessen “Stark” wirklich langatmiger Kram ist (wobei die King-Koops zu Creepshow durchaus ihre Momente haben).
Auch John Carpenter lieferte mit “Christine” zwar einen durchaus sehenswerten, aber für sein Frühwerk eben auch relativ schwachen Film ab. Anders sieht es bei Cronenberg aus. Der Film, in dem Christopher Walken die hellseherische Fähigkeit erwirbt, den potentiellen Tod von Leuten vorauszusehen, ist für Cronenbergs Frühwerk wenig gory oder effekthascherisch. Vielmehr lässt Cronenberg einen vergessen, dass es sich um paranormale Elemente handelt und inszeniert einen spannenden Thriller.

4. Es

Pennywise
Einige dürften sich wundern, dass “Es” tatsächlich in dieser Liste auftaucht, hat der TV-Zweiteiler durchaus seine Schwächen. Aber es sind die Stärken, die ich überragend finde, und die beziehen sich in erster Linie auf den ersten Teil, der die Protagonist*innen im Kindesalter zeigt.
Da wäre vor allem der Cast mit Jonathan Brandis, Seth Green, Emily Perkins und natürlich total überragend Tim Curry als gruseliger Clown Pennywise.
Nahezu jeder Schockeffekt sitzt, und es werden so viele klassische Gruselmotive verwandt, dass der zweite Teil nur abstinken kann. Wäre “Es” ein Einteiler, der nur die Story der Kids in den 60ies erzählt, wäre er viel höher in dieser Liste.

3. Carrie

Carrie
Es gibt mittlerweile etliche Verfilmungen von “Carrie”, und ich habe sie tatsächlich alle gesehen. Ich habe sogar das bescheuerte Sequel von 1999 gesehen, ebenso die TV-Verfilmung von 2002. Lange Rede, kurzer Sinn. Das Original von 1976 bleibt unerreicht. Das liegt vor allem an Sissy Spaceck, aber auch an Piper Laurie, die Carries Mutter verkörpert. Es liegt an der Inszenierung von Brian de Palma, der die Spannung im Finale ins unendliche treibt. Eine Verfilmung die unerreicht bleiben wird.

2. Salem’s Lot

Salem's Lot
Ja, das hier ist eine subjektive Liste, und viele würden ihn wahrscheinlich nicht so weit oben einordnen. Ich möchte aber, dass Ihr Euch diesen TV-Film von Poltergeist-Regisseur Tobe Hooper anseht und Euch fürchtet.
Ja, vielleicht klappt das heute nicht mehr so gut wie früher, denn der Film ist durchaus ein wenig in die Jahre gekommen, aber Ihr könnt Euch in eine Decke einkuscheln, das Licht ausmachen, einen Kakao trinken und Euch vorstellen, Ihr wäret 12 und würdet diesen Film heimlich und ohne Erlaubnis Eurer Eltern gucken. Ich garantiere Euch, dass Ihr Euch dann gruseln werdet. So ist das! Und deswegen war er auch in meiner Liste der besten Vampirfilme.

1. Shining

The Shining
King mochte nicht, was Kubrick aus seinen Roman machte, und tatsächlich nahm sich Kubrick jede Menge kreative Freiheiten. Und nicht wenige Vorwürfe Kings kann ich sogar gut nachvollziehen. Letzten Endes baut Kubrick aber eine ungemein beunruhigende, unheimliche Kulisse auf, die auch auf die Zuschauer*innen immer bedrohlicher wirkt.
Letztes Jahr nahm ich “Shining” fast nicht in meine Liste der Spukhaus-Filme mit auf, weil ich der Ansicht war, dass es um das “Scheinen” ginge, also die Hellsichtigkeit von Danny und anderen im Film. Und natürlich um den Verfall von Jack Torrance. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass das Hotel die Hauptrolle in dem Film spielt. Seine Flure, seine unmögliche Architektur, seine Geheimnisse und seine Bewohner. Und umso öfter ich “Shining” sehe, um so mehr denke ich, dass es ein Meisterwerk ist.



    6 Kommentare:

  • RamsayBolton schreibt am 28. Oktober 2014 um 13:32

    Ich sehe es bei Shinig wie King, schreckliche Verfilmung eines großartigen Buches.
    Auch vermisse ich 1408 oder The Mist, waren beide ja sehr gut umgesetzt und hätte ich hier in der Liste erwartet.

  • Nils schreibt am 28. Oktober 2014 um 13:36

    Zu Shinning empfehle ich die Doku Room 237
    http://www.imdb.com/title/tt2085910/
    Sehenswert!

  • Nazienkel schreibt am 7. November 2014 um 19:46

    Aber – es war doch auch das Hotel das “Böse”, oder? Im Buch war das doch so…lange her, dass ich es las.

    Schöne Liste

  • diaet schreibt am 16. November 2014 um 15:06

    achließe mich dem Vermissen von #Zimmer 1408′ und ‘Der Nebel’ an, gerade letzterer ist durch den Twist am Schluss ja sogar noch gemeiner als die Originalgeschichte

  • Danosch schreibt am 21. November 2014 um 06:51

    Es habe ich, bevor ich das Ende mit der Spinne gesehen habe, bestimmt 5 mal bis kurz vor Schluss geschaut und bin heute immer noch misstrauisch gegenüber Clowns, aber wie gesagt, das Ende mit der Spinne … also echt jetzt?

  • Alexander schreibt am 1. April 2015 um 19:38

    Naja, Dead Zone ist meiner Meinung nach nicht richtig Horror und Salem’s Lot ist auch nicht so gut wie andere. Mir fehlt auf jeden fall Friedhof der Kuscheltiere. Der Nebel (engl. Orginaltitel = The Mist) und Cujo sind auch sehr gute Filme und würden bei mir weit über Dead Zone stehen. Aber trotzdem alle Verfilmungen von Romanen Kings sind super. :D

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