Meine Platten des Jahres 2014

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Platten des Jahres 2014

Ich tue mich mit solchen Listen ja immer schwer. Vor allem, weil ich meist nur unaktuelles Zeug kaufe. Dieses Jahr war zwar viel Neues dabei, aber manche Platten sind tatsächlich nicht dieser Liste würdig. Dennoch fand ich genügend um eine Top 10 (+1) zusammenzustellen.

10. Antilopen Gang – Aversion
Nicht alles klappt auf dem Album, und das Vokabular stößt bei mir an mancher Ecke an. Aber “Beate Zschäpe hört U2”. Ist halt so.

9. Die Sonne – dto.
Die Sonne sind Wolke plus Band. Auf einige Nummern komme ich nicht wirklich klar, aber insgesamt ist das Album großes Kino. Nur wenige Songs berührten mich dieses Jahr so wie “Der Nebel”. Übrigens: Live ist die Band auch eine Empfehlung! Hätte viel viel mehr Aufmerksamkeit bekommen müssen!

8. Queen – At The Rainbows
Vor einiger Zeit empfahl ich mich selbst als Queen-Manager und schrieb, dass eine meiner Amtshandlungen die Veröffentlichung genau dieser Shows gewesen wäre. Klar, dass mich der Release mehr als nur freute.

7. Conor Oberst – Upside Down Mountain
Früher war ich ein riesiger Bright Eyes Fan, aber zwischendurch hat Herr Oberst mich verloren. Mit diesem Album hat er mich wieder gefangen. Vielleicht liegt es daran, dass Oberst ein wenig Graceland-Feeling auf dieser Platte hat?! Also Paul Simons Graceland, nicht das von Elvis.

6. Die Sterne – Flucht in die Flucht
So gut wie die Rezensionen ist dieses Album tatsächlich nicht. Dafür ist mehr als nur ein Oberknaller auf dem Album. Allen voran der Titelsong “Flucht in die Flucht”.

5. Peer – Galaktika
Ich mache es mir einfach und sage an dieser Stelle: Danke Netwon! Danke Peer!

4. Neonschwarz – Fliegende Fische
Was soll ich sagen? Ich hab die CD als Promo mit Dosenananas bekommen und mir dann dennoch noch das Vinyl gekauft. Weil ich eben Fan bin. Für ein Sommeralbum kam diese Platte eigentlich zu spät. Dennoch ist es eines, und im Sommer 2015 wird sie wieder rausgekramt und hoch und runter gedudelt.

Neonschwarz im Interview – Sind die Leinen erstmal los, gibt es nichts was uns hält!

3. Perfume Genius – Too Bright
Ich kannte das Werk von Mike Hadreas vorher gar nicht und stiefelte relativ ahnungslos zu seinem Konzert. Vermutlich hat es mich genau deswegen so umgehauen. Ein unglaublicher Pefrormer, eine unglaubliche Präsenz und ein wirklich tolles Album!

2. Deathcrush – Skool’s In
Mööp, falsch Daniel. Diese EP von Deathcrush erschien doch bereits 2013. Jaja, aber ich entdeckte die Band eben erst dieses Jahr bei meinem Trip nach Oslo. Wäre ich beim NME, würde ich einen Hype um das norwegische Trio stricken. Noch nie war Noise so poppig. Ich hab keine Ahnung ob das auf Albumlänge funktionieren kann, aber die Band macht mir Spaß wie keine andere neuere Band mehr. Und um dieses 2013/2014 Ding zu lösen, poste ich einfach das Video von “Fun” hier. Das ist immerhin aus diesem Jahr.

1. Mutter – Text und Musik
Das Releasekonzert in Berlin war leider grausig. Die Band schlecht eingespielt. Und zwar so schlecht, dass ich diese Platte gar nicht auf Platz 1 setzen dürfte! Das Album ist allerdings eines der besten Mutter-Alben ever. Näher am Pop (“Hauptsache Musik” vielleicht ausgenommen) werden Mutter wahrscheinlich nie wieder sein und das ist natürlich vollkommen okay. Denn genau hier klingen sie verdammt gut.

Bonus:

Egotronic – Die Natur ist Dein Feind
Da ich mittlerweile mit Torsun eine eigene Band habe, kommt diese Platte nicht in die reguläre Liste. Allerdings ist sie auch der Grund für die Band – sozusagen.
Torsun und ich trafen uns mehrmals um über die Platte zu sprechen. Stattdessen sprachen wir über alles andere. Aber abseits aller freundschaftlichen Verbindung ist hier mein Song des Jahres drauf. “Wie lange?” erschien im März und fühlt sich heute in schmerzhafter Weise aktueller denn je an.



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