Die französische Nationalversammlung will mit einer neuen gesetzlichen Regelung die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren. Große Supermärkte werden dann verpflichtet nicht verkaufte Lebensmittel an karitative Einrichtungen zu spenden oder als Tierfutter oder Kompost zu recyceln.
Ich weiß, dass das hierzulande bereits einige Supermärkte auf freiwilliger Basis machen, dennoch gefällt mir die Idee per se. Jedes Jahr landen auch in Deutschland ca. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Milliarden Euro im Müll. Allerdings wird der Großanteil dieses “Nahrungsmülls” von Privathaushalten und Gastronomie erzeugt. Lediglich 5% produziert der Einzelhandel.
Auf arte+7 gibt es auch aktuell eine Sendung die sich peripher dem Thema annimmt:
Kochen was andere verschwenden mit David Gross
2 Kommentare:
Nahrungsmittel wegwerfen ist doof, klar. Aber man schafft mit der Zweit-Verwertung eben auch eine ganze Menge Probleme. Weitere Transportkosten (+ Abgase), einen Markt inklusive Ausreden für das Ungleichberechtigen von Menschen (“Soll’n dir Armen doch ruhig zweite Wahl in der Tafel einkaufen!”) bzw. das Zerstören von Märkten für bspw. Futtermittel und faktische subventionieren von Tierprodukten über den Verwendungszwang von übrigen Lebensmitteln, usw. usf.
Auf den ersten Blick ist das toll, nichts mehr wegzuwerfen, sondern zu spenden. Aber es hat eben auch große Nebenwirkungen. Und wir müssen uns die Frage gefallen lassen, ob das nur für unser Gewissen toll ist – oh, schau, es wird nichts mehr weggeworfen! – oder ob es tatsächlich mehr hilft als dass es (auch indirekt) schadet.
Bisher bin ich da für mich selber noch zu keiner befriedigenden Antwort gekommen. (Sorry fürs Nörgeln.)
@Sebastian Hi Sebastian, kein Problem, auf FB hab ich eine ebenfalls etwas mehr an der Idee gezweifelt als hier…