Trump 2000

Als Donald Trump im Jahr 2000 Präsident werden wollte

Bereits im Jahr 2000 schielte Trump auf das Präsidenten-Amt. Interessant dabei waren einige seiner Positionen.

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Donald Trump wird voraussichtlich der 45. Präsident der USA und es scheint so als würde er bei der Politik bleiben, die er im Wahlkampf propagierte.

Doch war es nicht das erste Mal, dass Trump sich um das Amt des Präsidenten bewarb. Genau genommen hat Donald Trump eine lange Historie. Bereits 1987/88 zog er eine Kandidatur für die Republikaner in Betracht, aber erst 2000 machte er erstmals ernst.

Auf Anregen des Wrestlers und Schauspielers Jesse Ventura, der kurz zuvor selbst Wahlerfolge als Governor of Minnesota einholen konnte, wechselte Trump die Partei. Die Reform Party of the United States of America wurde erst 1995 gegründet und berief sich auf vieles was Trump später erfolgreich im Wahlkampf 2016 einsetzen sollte. Gegen Korruption in Washington verbunden mit einem konservativen Populismus. Mit dem Governor Jesse Ventura hatten sie zudem einen ersten Erfolg, wobei viele diesen auf die Popularität von Ventura zurückführten als auf tatsächliche Inhalte.

Bereits im Juli 1999 begannen Spekulationen um eine mögliche Kandidatur Trumps für die Reform Party. Doch er kokettierte in seinem narzisstischen Stil:

“Falls die Reform Party mich nominiert würde ich kandidieren und auch gewinnen.”

Am 7. Oktober 1999 verkündete Donald J. Trump also seine Kandidatur. Gut möglich, dass die Simpsons in ihrer mittlerweile berüchtigten Folge “Bart to the Future” vom 19. März 2000 sich also auf die damals aktuellen Bestrebungen Trumps bezogen und gar nicht so prophetisch waren wie es heute den Anschein hat.

Interessant dabei war, dass Trump sich nicht ausschließlich konservativ gab. Er unterstützte offen Homosexuelle in der Army und wünschte sich die Fernsehmoderatorin Oprah Winfrey als Vizepräsidentin. Diese hatte allerdings kein Interesse. Außerdem befürwortete er eine Gesundheitsvorsorge und eine einmalige Reichensteuer um die Staatsschulden zu reduzieren.

Seinen Gegenkandidaten bei der Reform Party, Pat Buchanan, griff er hart an und bezeichnete ihn nicht nur als Hitler-Fan:

“Ich vermute, dass er ein Antisemit ist. Er mag keine Schwarzen, er mag keine Homosexuellen, es ist unglaublich, dass irgendwer ihn unterstützt.”

Vermutlich würde er heute, mit Stephen Bannon als Chefstrategen, es anders formulieren.
Gleichzeitig wurden Stimmen laut, die vermuteten, dass Trump all dies nur tat um sein neues Buch “The America We Deserve” zu promoten. Für seine Wahlkampfreden, die eigentlich eine Seminartour mit dem Selbsthilfeguru Tony Robbins waren, nahm er sogar Eintritt. Ein Vertrauter sagte der New York Daily News, dass andere Geld beim Wahlkampf ausgeben. Aber:

“Trump is making money running for president.”

Im Februar 2000 musste Jesse Ventura, Trumps prominentester Befürworter in der Reform Party, die Partei verlassen. Kurz danach warf auch Trump das Handtuch mit einer bemerkenswerten Begründung:

“Die Reform Party besteht mittlerweile aus einem Klu-Kux-Klansmann – Mr. Duke -, einem Neo-Nazi, Mr. Buchanan und einer Kommunistin – Ms. Fulani. Das ist keine Gesellschaft für mich.”

In der New York Times bestätigte er nochmal seine ernsthaften Absichten. Das Land sei bereit für einen Geschäftsmann, der geradeaus spricht. Allerdings sei als Präsident zu kandidieren kein Vergleich damit einen der größten Wolkenkratzer in Manhattan fertig zu stellen. Irgendwann wurden die Wolkenkratzer wohl doch zu langweilig…



    Ein Kommentar:

  • Leon Schwulgert (Spitzname: Schwuli) schreibt am 20. Februar 2018 um 17:23

    super seite…

    ….nicht

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