Lords Of Chaos kommt als Film

-

Lords Of Chaos - Filmplakat

Das ging vollkommen an mir vorbei. Ich habe ja eine Faszination für Black-Metal. Ich finde einige Punkte total faszinierend. Ich mag tatsächlich die Ästhetik. Vor allem die unleserlichen Schriftzüge von denen bestimmt 80% Christophe Szpajdel (Partnerlink) gemacht hat.

Und ich mag tatsächlich auch die Musik. Vor allem die sehr nachvollziehbare Punk-Attitüde. Da wäre zum einen der Gitarrensound. Nimm einfach ein Distortion Pedal, ziehe den Drive komplett auf und drehe die Mitten komplett raus. Bass und Höhen voll rein. Schon klingt das wie die meisten alten Platten. Okay, wirklich authentisch wird es wohl erst mit dem legendären Boss-Pedal HM-2.
Im Gegensatz zu Thrash-Metal musst Du auch nicht wirklich gut Gitarre spielen. Die meiste Arbeit spielt sich in der Rhythmushand ab. Eine gewisse Präzision und Geschwindigkeit ist hier zwar erforderlich, aber bei weitem nicht so komplex wie in anderen schnellen Genres wo eben auch die Greifhand viel Anstrengung erfordert.
Eigentlich liegt die Größte Last wohl auf den Schultern des Drummers mit seinen Blastbeats.

Und natürlich mag ich auch Corpsepaint. Ich finde das so abstrus, gleichzeitig eine Weiterführung von Kiss und überhaupt. Ja, ich bin fasziniert von dem Genre und als ich mal in Oslo war habe ich viele Kultstätten besucht wie z.B. den Neseblod Plattenladen unter dem sich der Proberaum von Mayhem mal befand.

Und da schließt sich der Kreis. Die Geschichte von Mayhem ist nämlich die Basis für den kommenden Film “Lords Of Chaos”. Eine tragische Geschichte mit Selbstmord und Mord und den Aufstieg eines neuen Genres. Basis für den Film ist das gleichnamige Buch (Partnerlink), welches durch seine unkritische Haltung gegenüber faschistischen Ideoligieansätzen der Szene (Mehr zum Thema NS-Black-Metal hier) öfters in die Kritik geraten ist.

Verfilmt hat die Geschichte nun Jonas Åkerlund, der vor allem für provokante Musikvideos bekannt sein dürfte. Mit Rory Culkin, Sky Ferreira und Wilson Gonzales Ochsenknecht hat er auch einen ungewöhnlichen Cast am Start, aber noch keinen Verleih. Premiere feierte der Film nun beim Sundance Film Festival. Im Rolling Stone gibt es ein lesenswertes Interview zu dem Werk:

“It starts out where music is everything. Then before you know it you run your own record shop and label, you represent bands, you do to tours … and you burn down churches and you kill people.”

Ich bin tatsächlich sehr gespannt auf den Film, der wohl auch mit der Unterstützung von Mayhem entstand und zum Glück ohne die von Varg Vikernes. Wobei Hellhammer von Mayhem ja Varg in manchem sehr nahe steht. Vermutlich wird die Tagline es ganz richtig treffen: “Based On Truth And Lies”. Tatsächlich ist das bisher einzige verfügbare Material das Video zu “ManUNkind” von Metallica, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das tatsächlich Material für den Film ist:



    Ein Kommentar:

  • ben_ schreibt am 2. Februar 2018 um 09:41

    Oh. Ich hatte das damals mitbekommen, aber total vergessen. Danke für den Tipp. Nicht, dass ich Zeit und Lust hätte Filme zu schauen, aber wenn es mal wieder soweit ist, denke ich dran, mir gefiel “Metalhead” (let me anmutanddemut that for you …) vor einigen Jahren nämlich sehr gut. Falls Du den noch nicht gesehen hast, sei er Dir sehr ans Einhornmetalherz gelegt.

Dein Kommentar:

Kommentarfeed zu diesem Artikel via RSS abonnieren.



Hinweis: Kommentare werden moderiert. Sie können auch ohne Angaben von Gründen gelöscht werden. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!